NEXUS Collective
Transdiciplinary Art & Conscious Practices
Das NEXUS (1) Collective ist im Jahr 2024 aus einer gemeinsamen Gestaltungslust und dem Antrieb entstanden, gesellschaftliche Verhältnisse neu zu denken. Wir erkunden, wie gemeinschaftliche kreative Prozesse dazu beitragen können, bestehende Normen zu hinterfragen und neue, alternative Wirklichkeiten zu entwerfen und zu vermitteln. Denn wir empfinden den dominierenden Realitätsentwurf als erdrückend und ausbeuterisch.
Das Ziel des NEXUS Collective ist es, eine offene Plattform für junge, kreativschaffende Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen zu schaffen, um sich zu verbinden und voneinander zu lernen. Durch die transdisziplinäre Zusammenarbeit von Menschen, die sowohl projektbasiert als auch langfristig miteinander wirken, sollen eine Vielzahl an Projekten entstehen. Als Kollektiv lernen wir kontinuierlich dazu und entwickeln uns im Austausch miteinander weiter.
Diese Webseite entwickelt sich organisch zu einem lebendigen Archiv und einem Raum für den Austausch von Ideen und kreativen Impulsen. Mit einem transdisziplinären und ganzheitlichen Ansatz sollen vielseitige Einblicke in zentrale kulturelle, soziale und ökologische Fragen unserer Zeit ermöglicht und unerwartete Verbindungen zwischen Themen, Ideen und Praktiken angeregt werden.
Basel/Zürich 2024
(1)
Nexus kommt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie; Zusammenhang,
Verbindung, Verflechtung, zusammenknüpfen,
Netzwerk.
Arbeitsweisen
Wir verstehen uns als Kunst- und Kulturkollektiv. Dabei orientiert sich unser Kunstverständnis nicht ausschliesslich an der klassischen Bildenden Kunst, sondern an einem erweiterten Gestaltungsbegriff. Gestaltung verstehen wir als eine Praxis des «Worlding»: als die aktive Mitgestaltung von Wirklichkeiten, Beziehungen und Formen des Zusammenlebens. Ausgangspunkt dafür ist die Annahme, dass jede Welt auf bestimmten Bedeutungen, Praktiken und Beziehungen basiert, die durch alltägliches Handeln immer wieder hervorgebracht und stabilisiert werden. Welten sind somit keine festen oder natürlichen Gegebenheiten, sondern gestaltbare Gefüge, die bestimmen, was als möglich, denkbar und lebbar erscheint.
In diesem Sinne verstehen wir Gestaltung nicht nur als das Hervorbringen von Objekten oder ästhetischen Formen, sondern als eine kulturelle und gesellschaftliche Praxis. Unsere Arbeit bewegt sich deshalb zwischen künstlerischer, sozialer und gestalterischer Praxis. Sie untersucht, wie neue Formen des Zusammenlebens entstehen, erprobt und im Alltag verankert werden können. Gestaltung wird dabei zu einer Methode, bestehende Wirklichkeiten zu hinterfragen und neue bewohnbare Möglichkeiten zu eröffnen.
Nahrung als Teil von Gestaltungs-prozessenNahrung spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Wie andere gestalterische Disziplinen dient auch die Arbeit mit Nahrung dazu, Bedeutung zu schaffen und Welten zu gestalten. Durch Geschmack, Form, Farbe und Kontext vermittelt Essen kulturelle Werte, erzählt Geschichten und reflektiert gesellschaftliche Strukturen und Rituale. Nahrung verstehen wir deshalb nicht nur als Konsumgut, sondern als gestalterisches Medium, das aktiv an der Formung unserer Umwelt und unserer Körper beteiligt ist. Die Arbeit mit Nahrung eröffnet damit einen konkreten Zugang zu Fragen von Fürsorge, Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Transformation und wird für uns zu einer Praxis des gemeinsamen Gestaltens von Welt.
Vgl.